7 December 2007

Weihnachtsmarkt in Finnland

Finnland – was fällt euch dazu ein? Rentiere, Santa Claus und Kälte? Am vergangenen Wochenende haben Rachel, Aine, Caragh und ich uns auf den Weg in den Norden gemacht, um herauszufinden, wie kalt es in Finnland Anfang Dezember nun wirklich ist…

Freitag früh
um sieben ging es los und wir setzten uns in unseren Schnäppchenflug mit RyanAir von Dublin nach Tampere. Tampere ist die drittgrößte Stadt in Finnland und zählt etwa 200,000 Einwohner. Ziemlich überschaubar also. Die Stadt liegt etwas nördlich von Helsinki im Seengebiet Finnlands. Nach drei recht langweiligen und engen Stunden im Flieger wartet ein Temperaturschock auf uns. Die netten 15 Grad mit Regen in Dublin verwandeln sich in – 5 Grad und Schnee. Wir haben alle unsere Mützen, Handschuhe und Schals mitgebracht – und brauchen sie auch. Der Flughafen ist nicht weit von der Stadt entfernt, aber der Zubringerbus ist schon voll als wir aus dem Flughafengebäude stolpern. Einen zweiten gibt es nicht. Also rufen wir ein Taxi. Auf dem Weg in die Stadt kommen wir durch ein Waldgebiet und an den typisch skandinavischen rot-weissen Holzhäusern vorbei. Sieht richtig idyllisch aus im Schnee. In der Stadt verwandelt sich aber das Bild und Beton herrscht vor. Sieht fast russisch aus, meint Aine.
Unser Hotel entpuppt sich als richtiger Glückgriff. Mitten in der Stadt, und am Abend kommen viele Einwohner ins Hotel zu einem der vier Restaurants oder dem Nachtclub.
Nachdem wir eingescheckt haben, machen wir uns auf eine erste Erkundingtour. Ausserdem haben wir alle Hunger. Neben dem Temperaturschock machen wir uns auf einen Preisschock gefaßt. Schließlich hört man ja immer von den horrenden skandinavischen Preisen…. Aber wir sind angenehm überrascht. Restaurants und C
afés sind günstiger als in Dublin. Dafür sind Dinge wie Kleidung ein klein wenig teuerer. Aber alles in allem ist es dasselbe wie in Irland. Für mich mit meiner Zöliakie offnet sich ein kleiner Himmel: Fast alle Speisekarten sind gekennzeichnet, in Cafés bekomme ich sogar glutenfreies Brot, Kekse und (!) Kuchen. Davon könnten sich die Iren und vorallem die Deutschen ganz gehörig etwas abgucken!! So einfach hatte ich es noch nie. Jede Bedienung weiß sofort,wovon ich rede und meine Diät ist überhaupt kein Problem. Hier könnte ich bleiben!
Die Stadt ist klein und man hat sie schnell entdeckt. Sie liegt and einem see und wird durch einen Fluss geteilt. Der ist leider noch nicht zu
gefroren, so können wir leider nicht Schlittschuhfahren. Da streifen wir eben durch die Kirchen und Geschäfte. Um lange draussen zu bleiben, ist es eh zu kalt.
Am zweiten Tag suchen wir den Weihnachtsmarkt und haben ihn auch schnell gefunden. Buden gibt es hier keine, sondern kleine Häuschen, in denen man Handwerksarbeiten und viel Süßigkeiten bestaunen und kaufen kann. Ein Haus ist in eine Krippe verwandelt. Wir interessieren uns allerdings weniger für den hölzernen Josef, vielmehr für den echten lebendigen Esel und die zwei Schafe, die uns ein wenig misstrauisch entgegenschauen. Caragh versucht auf dem Heimweg noch den Nikolaus mit einem Kuss zu bestechen, damit er ihr alle Weihnachtswünsche erfüllt!
Leider ist das Wochenende viel zu kurz und am Sonntag müssen wir auch schon wieder nach Hause. Aber das war mit Sicherheit nicht mein letztes Mal in Finnland! Vielleicht sehe ich dann auch ein echtes Rentier

1 comment:

Pearlysmile said...

hört sich nach einem super schönen frauen - wochenende an! :)